Nach einem langen Arbeitstag ist es oft eine Kunst sich zu erholen. Manchmal verfolgt einen eben auch in der Erholungsphase der Alltagsstreß
und nicht immer schafft man es wirklich abzuschalten. Oft sind Schlafstörungen und Unausgeglichenheit die Folge.
Die Balance für sich selbst zu finden fällt daher oft schwer. Erfahrungsgemäß bekommen Frauen und Männer es gleichermassen gut oder schlecht hin. Doch die Arten wie man sich erholt sind oft sehr
unterschiedlich. Um zur Ruhe zu kommen, sollte man laut einigen Weisen Büchern Rituale einführen an die man sich jeden Abend hält, auch ein festgelegter Tagesrhythmus soll helfen.
Doch wer kann so etwas schon wirklich? Um sich an einen starren Tagesrhythmus halten zu können müsste man Außeneinflüsse abschalten können, denn wie oft kommt auf die schnelle irgendetwas wichtiges
oder die Arbeitszeit verlängert sich ohne Vorwarnung, Kinder werden Krank, Freunde und Bekannte fragen um Hilfe an. Da wird es für die meisten Menschen mit der Umsetzung von festen Zeiten schon
etwas eng, zudem würde auch jede Menge Disziplin dazu gehören.
Ich gehöre leider zu der Fraktion die einen Festgeschriebenen Tagesrhythmus als Stress empfinden, denn ich habe bei so etwas immer das Gefühl der Zeit hinterher zu sein. Flexible
Tagesgestaltung lautet für mich das Zauberwort. Sich Tagesaufgaben zurechtlegen und diese in der persönlichen Wichtigkeitsreihenfolge abarbeiten und somit auch flexibel und schnell auf
Außeneinflüsse reagieren zu können, zwar ist auch so etwas manchmal mühsam, aber immerhin umgeht man so den Wettlauf mit der Uhr.
Erholungsphasen können somit für mich auch wenige Minuten der Entspannung sein, die einfach zwischen der Bewältigung einzelner Aufgaben so ab und an Mal sein müssen, aber auch am Abend einfach Mal
eine Stunde nichts tun, bzw. eben etwas für mich persönlich tun.
Was wirkliche Entspannung ist kann wohl nur jeder für sich selbst entscheiden, aber ich denke Ruhepunkte im Leben sollte sich jeder gönnen und das Abschalten ist wohl wirklich zum Teil
Übungssache und fällt in bestimmten Lebenphasen auch einfach schwerer.
Da hast du Recht. Ich bin auch ein Mensch, der dazu neigt der Unhr hinterher zu rennen. Vielleicht sollte ich auch mal auf die flexible Tagesgestaltung umsteigen.
Zumindest sollte man nicht der Zeit hinterher rennen, das macht unnötigen Stress und sorgt dafür, dass noch weniger geschafft wird. Manches sollte man wirklich in Prioritäten unterteilen und sich
freuen, wenn man auch Dinge schafft die auf der Liste nicht ganz oben stehen. ;-)
Flexible Tagesgestaltung - wenn du als berufstätige Mutter (ob jetzt selbständig oder nicht) zu etwas für dich kommen willst, bleibt dir gar nichts anderes übrig. Da braucht's dann aber mal wieder Spontaneität, Kreativität und Eigenintiative, um Freiräume, auch kleine, sinnvoll zu nutzen.
Leben nach einem Plan, wer auch immer den vorgegeben hat, ist da doch viel bequemer... nur: was mach ich bloß, wenn der Plan mal nicht erfüllt werden kann? Resignieren, verzweifeln oder doch flexibel sein und Alternativen finden?
Da ist ist doch gut, wenn ich das mit der Flexibiltät schon vorher "geübt" habe - und noch dazu etwas für meine Ausgeglichenheit herausholen konnte :-)
LG
Tanja